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Angst hat viele Facetten: Angst vor dem Alleinsein, vor Fahrstühlen oder Spinnen. Vielschichtige Ängste wie eine Angstneurose oder eine Phobie kommen oft aus heiterem Himmel und bringen uns aus dem Gleichgewicht.

Häufig sind sich Betroffene ihrer Angst gar nicht bewusst und spüren nur die Begleiterscheinungen wie Herzrasen, Schwindel oder Zittern. Andere fühlen sich den Panikattacken hilflos ausgeliefert und meiden Situationen, die vermeintlich Angstgefühle erzeugen. Die Folge ist die Angst vor der Angst. Lesen Sie, wie Sie Ihre Ängste überwinden und Ihre Lebensqualität steigern. Der erste Schritt: der Entschluss, sich der Angst zu stellen.
Angst ist eine biologische Reaktion, die vor einer Bedrohung warnt und Energien mobilisiert, um riskante Situationen durch Flüchten oder Kämpfen zu vermeiden. Grundsätzlich ist Angst ein Warnsystem, gleichzeitig ein unangenehmes Gefühl in Erwartung einer gefährlichen Situation. Doch diese Angst verschwindet, sobald die Gefahr vorüber ist.
Bei Angststörungen handelt es sich nicht um natürliche Abwehrfunktionen, sondern um Überreaktionen, obwohl eine wirkliche Bedrohung fehlt – und die hindern die Betroffenen daran, Aufgaben in der Realität uneingeschränkt wahrzunehmen und zu bewältigen. Angst ist dann eine psychische Störung, wenn sie scheinbar ohne Grund und stark ausgeprägt auftritt.
Die Unterteilung von Ängsten erfolgt in generalisierte Angststörungen, Phobien und Panikstörungen (Angstneurosen). Das Merkmal einer generalisierten Angsterkrankung ist eine diffuse, andauernde Angst, die nicht an eine Situation oder ein Objekt gebunden ist. Dagegen ist die Phobie objekt- und/oder situationsgebunden. Bei der Panikstörung handelt es sich um Panikattacken, die plötzlich und in allen möglichen Situationen auftreten können.
Der erste Schritt, um Ängste zu überwinden, ist die Klärung, um welche Art von Angst bzw. Angststörung es sich handelt. Während die Betroffenen bei Panik- und generalisierte Angststörungen in keiner bestimmten Situation Panik oder Angst verspüren, bezieht sich eine Phobie auf konkrete Gegen- oder Umstände:
Agoraphobie: die Angst vor Menschenansammlungen und öffentlichen Plätzen, von denen aus es keinen „Rückzugszugsort“ gibt; die Betroffenen reisen nicht gerne allein
Soziale Phobie: die Angst davor, von anderen kritisch beurteilt zu werden; das Sprechen mit oder auch beispielsweise das Essen vor anderen Menschen verursacht Angst
andere spezifische Phobien: Zahnarztangst, Flugangst, Höhenangst, Prüfungsangst, Platzangst, die Angst vor der Dunkelheit, Angst beim Anblick von Blut, etc.; die angstmachenden Situationen werden vermieden, die Angst kann sich bis zur Panik steigern.
Die Ursachen für Angststörungen lassen sich nicht klar definieren, denn es wirken mehrere Auslöser zusammen – körperliche und psychologische.
Wissenschaftlicher gehen davon aus, dass Ängste zumindest zum Teil durch neurologische Prozesse und durch eine bestimmte Reizverarbeitung im Gehirn beeinflusst werden – es scheint also angeboren zu sein, ob wir eher ängstlich oder mutig sind.
Laut Psychoanalytikern haben Angststörungen ihre Ursache in einem inneren Konflikt, der bereits im Kindesalter ausgelöst wurde. Betroffene verdrängen das Geschehen und wissen nicht, aus welchem Grund sie unter einer Angsterkrankung leiden. Verhaltenspsychologen nehmen an, dass Angst „erlernt“ wurde. Beispielsweise, wenn jemand in einem Flugzeug heftige Turbulenzen erlebt hat. Das Fliegen wird dann mit Angst verbunden. Kommt der Betroffene in die Nähe eines Flugzeugs, beschleunigt sich die Herzfrequenz, die Hände werden feucht, der Blutdruck steigt. Oder hatte beispielsweise schon die Mutter Angst vor Spinnen, „lernt“ der Betroffene als Kind, dass Spinnen etwas Angsteinflößendes sind, und „übernimmt“ sozusagen die Angst. Hat eine Behandlung beim Zahnarzt einmal Schmerzen verursacht, meidet der Betroffene künftig den Zahnarzt – und je länger er der „Gefahr“ aus dem Weg geht, desto größer wird die Angst.
Die verschiedenen Arten der Angsterkrankungen unterscheiden sich nicht nur in ihren Ursachen, sondern auch in ihren Symptomen.
Zittern und Schweißausbrüche
beschleunigter Puls und erhöhter Blutdruck
Übelkeit, Erbrechen und Drang zum Wasserlassen
Atembeschwerden und Beklemmungsgefühl
Typisch für die Phobien ist, dass die Symptome nur in ganz speziellen Situationen auftreten – beispielsweise beim Zahnarzt oder beim Anblick einer Spinne.
Muskelanspannung und Unfähigkeit zum Entspannen
Zittern und körperliche Unruhe
Schwindel und Benommenheit
erhöhter Puls und Schwitzen
körperliche Erschöpfung
Typisch für eine generalisierte Angststörung sind übertriebene Sorgen und die ständige Angst vor Unglücken, selbst im ganz normalen Alltag. Die Symptome treten dauerhaft und über mehrere Wochen hinweg auf, sind also nicht auf spezielle Situationen oder Umstände beschränkt.
Herzklopfen/-rasen und unregelmäßiger Herzschlag
Schwitzen, Schwindel und Unsicherheitsgefühle
Schmerzen, Druck und Enge in der Brust
Angst, die Kontrolle zu verlieren oder ohnmächtig zu werden
Typisch für Panikstörungen ist, dass diese schweren Angst- oder Panikattacken nicht vorhersehbar sind – sie kommen aus dem Nichts.
Eine Panikattacke kann ganz plötzlich auftreten, auch in ganz alltäglichen Situationen – zu Hause auf dem Sofa, am Arbeitsplatz oder aber auch beispielsweise beim Autofahren. Letztlich sollten Sie zum Arzt gehen, wenn Sie unter Panikattacken leiden. Als ‘Erste Hilfe’ bei einer Panikattacke können Sie jedoch Folgendes tun:
Konzentrieren Sie sich auf Ihre Atmung. Versuchen Sie, ganz ruhig und langsam zu atmen – und bis tief in den Bauch hinein. Das entspannt Sie.
Akzeptieren Sie die Panikattacke, lassen Sie die Angst zu. Je mehr Sie versuchen, sich gegen die Symptome zu wehren, desto stärker werden sie.
Denken Sie an etwas anderes, lenken Sie sich ab. Überlegen Sie sich beispielsweise, was Sie heute noch erledigen wollten, oder erinnern Sie sich an Ihren letzten Urlaub.

Angst ist ein unangenehmes Gefühl – dem man gerne aus dem Weg geht. Folgende Verhaltensweisen sind typisch:
das Vermeiden der angsteinflößenden Situationen
das Verdrängen und Unterdrücken der Angst
die Angst leugnen und vor anderen verstecken
Diese Verhaltensweisen sind jedoch kontraproduktiv, wenn Sie Ihre Ängste verstehen und überwinden möchten – sie verstärken die Angst vielmehr.
Bei einigen Arten der Angst, wie Platzangst oder der Angst vor Hunden, kann es gelingen, ohne therapeutische Hilfe aus dem Dilemma zu kommen. Voraussetzung ist, dass die Angst nicht allzu ausgeprägt ist. Selbsthilfemaßnahmen zur Überwindung von Angst sind zum Beispiel:
den Ort aufsuchen, der Angst verursacht, oder mit dem angstmachenden Objekt in Kontakt treten – beispielsweise trotz der Furcht einmal Aufzug fahren oder dem Hund eines Bekannten näherkommen
den Angstauslöser analysieren: Was geschieht im schlimmsten Fall und wir hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass etwas passiert? Ist die Angst tatsächlich begründet? Habe ich ängstliche Gedenken durch falsche Vorstellungen?
das Aushalten unbegründeter Ängste lernen, an gute Erfahrungen erinnern und versuchen, die Situationen ohne Flucht zu meistern
in Angstsituationen bewährte Entspannungstechniken anwenden
Die Behandlung von Angsterkrankungen erfolgt mit einer Therapie. Wenn Sie Ihre Ängste überwinden möchten, sollten Sie sich nicht zurückziehen, sondern professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Heute gibt es hervorragende Konzepte für Angsttherapien. Eine Angststörung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Hinweis, dass etwas nicht stimmt. Sie müssen weder seelische noch körperliche Belastungen ertragen, denn auch ausgeprägte Ängste lassen sich überwinden.
Vor allem die Verhaltenstherapie hat sich bei der Behandlung von Ängsten etabliert. Das Ziel dieser Therapieform ist es, Verständnis beim Patienten für seine Angststörung zu erzeugen. Im Anschluss werden die Auslöser erarbeitet, Angst verstärkende Aspekte herausgefiltert und Optionen zur Angstlinderung vorgeschlagen. Der Therapeut führt häufig ein Expositionstraining durch, bei dem sich Betroffene in die Angst machende Situation begeben.
Doch auch andere Therapieformen können helfen, Ihre Ängste zu verstehen und zu überwinden – wie die Hypnose oder die systemische Therapie.
Ganz egal, wovor Sie Angst haben und wie stark die Symptome sind – Sie brauchen sich nicht dafür zu schämen und auch nicht damit zu leben! Wichtig ist, die Ängste zu akzeptieren. Und suchen Sie sich dann professionelle Hilfe. Ein Therapeut kann Sie dabei unterstützen, Ihre Ängste zu verstehen und zu überwinden. Gerade Phobien lassen sich gut und auch recht schnell behandeln. Und keine falsche Scheu, keine Scham, sollte Sie davon abhalten, ein angstfreies und damit glücklicheres Leben zu führen!
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