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Work-Life-Balance – Beruf und Privatleben im Einklang

Arbeiten wir, um zu leben, oder leben wir, um zu arbeiten? Weder noch, die Balance entscheidet. Genauer gesagt geht es um die Work-Life-Balance.

Ein ausgewogenes Verhältnis von Berufs- und Privatleben wird in seiner Wichtigkeit oft unterschätzt. Von allein wird eine gelungene Work-Life-Balance jedoch nicht zustande kommen. Hohe Zahlen stressbedingter Erkrankungen zeigen: Ein möglichst großer Einklang von privatem und beruflichem Bereich ist sowohl für Arbeitnehmer als auch für Unternehmen erstrebenswert. Dabei können Konzepte zur Work-Life-Balance helfen. So bleibt die Arbeitslust erhalten, die Leistungsfähigkeit steigt und die Krankenstände sinken.

Was ist die Work-Life-Balance?

Bei dem Konzept der Work-Life-Balance geht es darum, ein Gleichgewicht herzustellen zwischen Beruf und Privatleben (Familie, Hobbys, Freizeit). Keiner dieser beiden Bereiche soll zu kurz kommen, Kraft und Zeit sollen so verteilt werden, dass für beide genug zur Verfügung steht. Im Deutschen sprechen wir oft von „Vereinbarkeit“ beider Lebensbereiche, die sich im Idealfall gegenseitig ergänzen können.

Was das Gleichgewicht zwischen Berufsanforderungen und Privatleben erschwert

Ein Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatbereich lässt sich nicht immer und überall erreichen. Was eine Work-Life-Balance erschwert, sind meist die ungleich verteilten Belastungen von Beruf und Familie. Kindererziehung, Krankheiten der Kinder und Zeitbeschränkungen in der Kinderbetreuung stehen dem üblichen Berufsalltag noch immer konträr gegenüber. Die Zeitarrangements für berufstätige Eltern sind oft nicht ausreichend, und von einer vollständigen Vereinbarkeit von Beruf und Familie kann schon gar nicht die Rede sein.

Trotz des gesetzlichen Anspruchs auf Kinderbetreuung stimmen beispielsweise Betreuungszeiten in Kindereinrichtungen nicht mit den Arbeitszeiten überein. Die beruflichen Anforderungen nehmen zudem ständig zu: Für längere Arbeitszeiten, zusätzliche Qualifikationen, Höchstleistungen und Flexibilität bezahlen viele Arbeitnehmer mit Verzicht im Privatleben. Wird der persönliche Lebensbereich aber immer weiter begrenzt, bleibt wenig Raum für Freizeit, Familienzeit, Kinder und Hobbys. Damit sinkt die allgemeine Lebensqualität.

Zu viel Arbeit kann krank machen

Ungesunder Stress und das Bestreben, es allen recht zu machen, nehmen zu. Das fordert seinen gesundheitlichen Tribut: Es drohen zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Burn-out und Depressionen. Ein kranker Arbeitnehmer ist aber weder für das Unternehmen noch für seine Familie oder sich selbst ein Plus. Aus Angst um den Arbeitsplatz oder die erreichte Position werden Krankheiten oft lange nicht beachtet, was zu noch höheren gesundheitlichen Risiken und besonders teuren Behandlungen bis hin zur Arbeitsunfähigkeit führt. Was dem Gleichgewicht zwischen Beruf und Privatleben im persönlichen Bereich entgegensteht, sind eine zu starke Orientierung auf die Karriere und mangelnde Ausgeglichenheit im Privatleben. Fehlt es in manchem Betrieb an Work-Life-Balance-Konzepten und Gesundheitsmanagement, so scheitert der einzelne Mensch oft am Freizeitmanagement und am Setzen der richtigen Schwerpunkte.

Negative Einflüsse auf die Work-Life-Balance:

  • Unzureichende Arbeitszeitkonzepte

  • Oft unzureichende Qualität der Kinderbetreuung

  • Fehlende Anerkennung von Leistungen

  • Fehlende Akzeptanz unterschiedlicher Familien- und Lebenskonzepte

  • Mangelhaftes Gesundheitsmanagement

  • Mangelnde Selbstverantwortlichkeit der Arbeitnehmer

  • Zu wenig eigenverantwortliche Lebensgestaltung auch im Privatleben

  • Zu wenig kreative Gestaltung von Freizeit und Ruhepausen (Freizeitmanagement)

  • Zu wenig Verantwortlichkeit für die eigene Gesundheit

  • Fehlen von Selbstwertgefühl, wenn es um eigene Interessen im Beruf geht

  • Das Opfern von Freizeit, Gesundheit und Familienleben für berufliche Erfordernisse

Die Folgen einer schlechten Work-Life-Balance:

  • Unzufriedenheit und Unausgeglichenheit

  • Unruhe, psychische Erschöpfung, Schlafstörungen

  • Antriebslosigkeit, Konzentrationsprobleme, Reizbarkeit

  • Kopf-, Bauch-, Rückenschmerzen

  • Infektanfälligkeit, Tinnitus, Depressionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Die Folgen einer guten Work-Life-Balance:

  • Zufriedenheit und Ausgeglichenheit

  • Lebensfreude, Motivation und Spaß an der Arbeit

  • Kreativität und Leistungsfähigkeit

  • Zeit und Kraft für Familie und Freunde

  • Gesundheit

Balance zwischen Beruf und Freizeit finden

Eine große Verantwortung kommt selbstverständlich den Unternehmen zu. Diese sollten für ein gutes Gesundheitsmanagement, verträgliche Arbeitsregelungen und ein angenehmes Betriebsklima sorgen. Doch auch der Einzelne kann viel für seine eigene Work-Life-Balance tun.

Ein großer Fehler wäre es, sich einfach treiben zu lassen und damit immer mehr von der Qualität des Privatlebens abzugeben. Bis zu einem gewissen Grad geht das. Doch jeder sollte die Grenze dort ziehen, wo Privates nicht mehr geopfert werden kann, ohne dass dies die Lebenssubstanz und die Gesundheit gefährdet. Oft lernen Menschen das erst in einer Therapie nach einem Burn-out. Doch so weit muss und sollte es nicht kommen.

Das Privatleben muss einen gesunden Ausgleich zur Berufswelt schaffen. Dazu gehört auch, dass nicht ständig Arbeit mit nach Hause genommen wird, Mitarbeiter nicht jederzeit erreichbar und verfügbar sein müssen und Freizeit sinnvoll genutzt wird.

Tipps für eine gute Work-Life-Balance:

  • Nehmen Sie sich in Ihrer Freizeit wirklich frei:
    Sorgen Sie dafür, dass es Zeiten gibt, in denen Sie die Arbeit vergessen können und nicht erreichbar sein müssen. Also zum Beispiel keine beruflichen Anrufe oder E-Mails nach Feierabend, am Wochenende oder gar im Urlaub.

  • Legen Sie Zeiten für Arbeit und Freizeit fest:
    Falls berufliche Angelegenheiten auch zu Hause erledigt werden müssen, sollten Sie dafür konkrete Zeiträume festlegen. So können Sie die verbleibende Freizeit besser genießen, ohne ständig an die Arbeit zu denken.

  • Achten Sie auf ein gutes Freizeitmanagement:
    Eine sinnvolle Zeitgestaltung ist wichtig, um wirklich entspannen zu können. Sport, Ausflüge, Radfahrten und Hobbys tun gut – verbringen Sie also nicht den ganzen Abend vor dem Fernseher!

  • Sprechen Sie über Probleme:
    Haben Sie Angst um Ihren Arbeitsplatz? Fühlen Sie sich gestresst? Setzen berufliche Veränderungen Ihnen zu? All das sollten Sie nicht mit sich selbst ausmachen. Reden Sie mit Ihrer Familie oder guten Freunden darüber.

  • Schlafen Sie ausreichend:
    Guter Schlaf ist wichtig, denn er macht fit, ausgeglichen, kreativ und leistungsfähig. Auch wenn Sie abends eine Stunde „opfern“ müssen, um früher ins Bett zu gehen – ausgeruht macht die Zeit, die bleibt, viel mehr Freude.

Gibt es Grenzen für Leistungsfähigkeit?

Arbeit lässt sich nicht allein auf das Berufsfeld begrenzen. Im Beruf geht es um produktive, bezahlte Arbeit. Aber natürlich geht das menschliche Leistungsvermögen weit über diese bezahlte Arbeitsleistung hinaus. Eigentlich ist das gesamte Leben von Arbeit geprägt. Dinge wie Kindererziehung und häusliche Arbeiten, Hausbau, Gartenarbeit und Reparaturen gehören fest zum Leben dazu. Viele Menschen gehen außerhalb der Berufstätigkeit noch einem Ehrenamt nach, sind in Vereinen oder politischen Verbänden tätig, studieren neben dem Beruf oder üben gar mehrere Jobs zum Verdienst des Lebensunterhalts aus.

Die körperlichen und geistigen Grenzen sind dabei ganz individuell. Übersteigen die Anforderungen an eine Person deren eigene Leistungsfähigkeit, kann das auf Dauer nicht gut gehen. Für die Mehrzahl der Menschen ist eine gesunde Balance zwischen Pflichten in der Arbeitswelt, privaten Aufgaben und Entspannung erforderlich. Wer das dauerhaft außer Acht lässt, gefährdet Gesundheit und Familienleben.

Erwiesen ist, dass Menschen mehr leisten können, wenn sie sich in ihrem Beruf bestätigt fühlen, dabei positive Selbsterfahrungen machen und ausreichend Eigenverantwortlichkeit haben. Etliche Betriebe sind zu solchen Arbeitskonzepten übergegangen. Die eigene Verantwortung von Mitarbeitern wird erhöht, Arbeitszeiten und Arbeitsplätze werden stärker den Bedürfnissen angepasst. Das Ergebnis: bessere Leistungen, weniger Krankheitsausfälle und mehr Freude bei der Arbeit. Besonders erstrebenswert ist es, eine Tätigkeit auszuüben, die geistig und körperlich zufriedenstellt und für den eigenen Lebenstraum und das Lebensziel steht. Gelingt uns das, ist eine klare Grenze zwischen Beruf und Privatleben oft gar nicht mehr nötig.

Die häufigsten Irrtümer der Work-Life-Balance

Streng genommen gibt es keine strikte Trennung zwischen Arbeit auf der einen und Freizeit auf der anderen Seite. Der Begriff „Work-Life-Balance“ ist daher etwas missverständlich, denn er suggeriert eine solche Differenzierung. Das sind die häufigsten Irrtümer:

Irrtum 1: Arbeit ist Stress, Freizeit ist Erholung

Beides muss nicht stimmen. Denn Arbeiten ist an sich nichts Negatives. Es macht sogar Freude, Dinge zu bewegen und zu erledigen. Umgekehrt gibt es auch in der Freizeit Pflichten. Versuchen Sie, so viel Freude wie möglich an der Arbeit zu haben – und akzeptieren Sie, dass auch Freizeit nicht nur Entspannung bedeutet.

Irrtum 2: Bei der Arbeit hat Privates, in der Freizeit Berufliches nichts zu suchen

Auch das ist ein Irrtum, denn wir können gar nicht einfach so einen Bereich des Lebens abschalten und uns nur dem anderen widmen. Vielleicht lernen Sie in der Arbeit etwas, was Sie auch privat nutzen können, oder Ihnen kommt zu Hause ein Geistesblitz für Ihr berufliches Projekt. Beide Bereiche können nämlich auch voneinander profitieren.

Irrtum 3: Am Arbeitsplatz ist man fremdbestimmt, in der Freizeit selbstbestimmt

Es gibt viel, worüber man auch am Arbeitsplatz selbst die Kontrolle hat. Wie genau Sie eine Aufgabe angehen, mit wem Sie sich absprechen, was Sie wann machen … und ebenso müssen Sie sich in der Freizeit Ihren Mitmenschen anpassen, auch private Treffen schränken die Selbstbestimmtheit ein. Das muss nichts Schlechtes sein!

Work-Life-Balance und eigene Gesundheit

Wer auf Dauer die Balance zwischen Berufs- und Privatleben vernachlässigt, läuft Gefahr, früher oder später krank zu werden. Die Missachtung einer gesunden Work-Life-Balance kann zu körperlichen und psychischen Erkrankungen führen.

Natürlich gibt es Menschen, die schwerste körperliche Belastungen unbeschadet überstehen, Stress ausgezeichnet bewältigen können und somit auch ein Ungleichgewicht über längere Zeiträume ertragen. Im Interesse der eigenen Gesundheit und des Familienlebens sollte jedoch die bestmögliche Balance zwischen Beruf und Privatleben angestrebt werden.

Und was, wenn ich gar keine Familie habe? Auch dann können Sie durch die Unausgeglichenheit beider Lebensbereiche Schaden nehmen! Wenn Sie sich nur noch in die Arbeit stürzen, wächst die Gefahr der sozialen Isolierung. Wichtige Freundschaften gehen verloren und Chancen für neue Kontakte und menschliche Eindrücke werden nicht wahrgenommen. Auch diese Situation kann psychische Erkrankungen wie Burn-out zur Folge haben. In der Regel leidet ein Mensch, der fast nur noch im Beruf lebt, auch körperlich unter einseitigen Belastungen. Ein Großteil der Arbeiten erfordert heute langes Sitzen, wobei ohne ausreichenden körperlichen Ausgleich die Gesundheit gefährdet wird.

Menschen, die ihr Privatleben zu stark vernachlässigen oder nicht sinnvoll ausfüllen, haben Schwierigkeiten, Ruhezeiten für sich zu nutzen oder sich auf veränderte Lebensumstände mit weniger beruflichen Erfordernissen einzustellen.

Die Work-Life-Balance ist wichtig und notwendig für die körperliche und seelische Gesundheit und ein ausgeglichenes Familienleben. Sind Sie auf der Suche nach Ihrer gesunden Balance? Unsere Berater unterstützen Sie gern. » Zur Beraterauswahl

 

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