Lenormandkarten
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Madame Lenormand – die Namensgeberin
Im Vergleich zu vielen anderen Kartendecks ist die Schöpferin der Lenormandkarten bekannt. Marie Anne Adélaïde beziehungsweise Marie-Anne Lenormand oder Marie-Anne Le Normand wurde am 27. Mai 1772 im französischen Alençon geboren. Im Alter von 18 Jahren ging sie nach Paris und wurde dort drei Jahre später Teilhaberin eines Büros für Wahrsagerei. Aufgrund ihrer hellsichtigen Fähigkeiten genoss sie einen ausgezeichneten Ruf und gehörte damals zu den erfolgreichsten Kartenlegerinnen. Madame Lenormand hat nie geheiratet. Ihr ungewöhnlich großes Vermögen, über das sie als alleinstehende Frau verfügte, und ihre Immobilien wären im Fall einer Eheschließung nach damaligem Recht in den Besitz ihres Mannes übergegangen, was einer der Gründe dafür gewesen sein könnte, dass sie zeitlebens unverheiratet blieb.
Die Geschichte der Lenormandkarten
Über die eigentliche Geschichte der Lenormandkarten herrscht Uneinigkeit. Während die einen Experten vermuten, dass Madame Lenormand Karten verwendete, die nicht ihre eigenen waren, sondern mit den Tarotkarten von Jean François Alliette (auch bekannt als Jean François Etteilla) arbeitete, so sind andere davon überzeugt, dass sie für ihre Legungen selbst entworfene Karten nutzte. Diese wurden im Laufe der Zeit vermutlich so lange verändert, bis alles Magische und Mystische verschwunden war. Im Ergebnis liegen daher 36 Karten mit klaren Bildern vor, die leicht zu entschlüsseln sind.
Die bekanntesten Lenormand-Kartendecks
Die wohl am häufigsten zum Einsatz kommenden Lenormand-Kartendecks sind die mit einer blauen, roten oder weißen Eule auf der Rückseite, die auch das Motiv der 12. Karte darstellt. Die Lenormandkarten der „Blauen Eule“ tragen die Symbole der französischen Spielkarten bzw. Skatkarten, während bei den Lenormandkarten der „Roten Eule“ die Motive durch Verse ergänzt wurden. Die Lenormandkarten der „Weißen Eule“ entsprechen in ihrer Aufmachung größtenteils denen der „Blauen Eule“, denn auch hier wird jedes Motiv mit einer französischen Karte komplettiert. Alles in allem soll diese Trilogie eine Anspielung auf die französische Heimat der Madame Lenormand sein.
Lenormandkarten deuten
Die Beliebtheit der Lenormandkarten geht vermutlich auf den bereits erwähnten Umstand zurück, dass sie aufgrund der verwendeten Symbole aus dem Alltagsleben, wie beispielsweise einem Schlüssel oder einem Haus, leicht verständlich sind. Wer sich also gern selbst die Lenormandkarten legen oder eine Lenormand-Tageskarte ziehen möchte, hat höchstwahrscheinlich keine allzu großen Probleme mit der Deutung. Schwieriger ist es, die zahlreichen Kombinationsmöglichkeiten, die es beim Lenormand-Kartenlegen zweifelsohne gibt, richtig zu erfassen. Wer das lieber einem professionellen Kartenleger überlassen möchte, der kann im Internet einfach nach „Lenormand Kartenlegen kostenlos“ suchen und findet sogar Experten, die gratis beraten.
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