Aberglaube
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Wenn einer glaubt, es wäre wahr

Aus einem religiösen Kontext heraus wird Aberglaube oft als eine Art heidnischer Glaube an übersinnliche Mächte, die nichts mit der Vorstellung eines allmächtigen Gottes zu tun haben, verstanden. Dabei geht man davon aus, dass bestimmte wahrnehmbare Situationen, Dinge oder Lebewesen Aussagen über Zukünftiges machen können. Der so verstandene Aberglaube besteht aus Symbolen, die es zu deuten gilt.
Jetzt schlägt's dreizehn
Die Zahl dreizehn gilt gemeinhin als Unglückszahl. Obwohl dieser Aberglaube von vielen nur belächelt wird, gibt es zahlreiche Hotels und Krankenhäuser, die bei der Nummerierung ihrer Zimmer diese Zahl auslassen. Ein dreizehntes Stockwerk in Hochhäusern ist ebenso selten wie die Startnummer dreizehn bei Wettrennen aller Art. Zudem sagen manche Leute an einem Freitag, dem dreizehnten, sämtliche Termine ab. Selbst diejenigen, die nichts auf solchen Aberglauben geben, wundert es kaum, wenn ihnen am Freitag, dem dreizehnten, lauter kleine Missgeschicke passieren.
Katzenjammer
Die schwarze Katze ist ebenfalls ein Symbol aus dem Aberglauben, dem gemäß sie ein großes Unglück ankündigen kann. Ursprünglich galt die Katze als göttliches Tier, das aufgrund seiner Geschmeidigkeit und seiner Jagdkünste sehr begehrt war. Im Zuge der Christianisierung verlor die Katze jedoch ihre privilegierte Stellung und wurde als Begleiterscheinung von heidnischem Glauben als eine Art Teufelswerk angesehen. Obwohl sich dieser Ruf im Laufe der Zeit änderte, blieb doch die Auffassung zurück, dass eine schwarze Katze durchaus ein Unglücksbote sein kann.
Scherben bringen Glück

Am Abend vor einer Hochzeit findet häufig ein Polterabend statt, an dem altes Geschirr zerschlagen wird. Der dabei entstehende Lärm soll böse Geister vertreiben und dem Brautpaar Glück bescheren. Während bei einem solchen klassischen Polterabend kein Glas, sondern nur Porzellan oder Steingut zerbrochen wird, ist es in einer jüdischen Hochzeitszeremonie Brauch, dass der Bräutigam am Ende ein Weinglas zertritt, um an die Zerstörung des Tempels in Jerusalem zu erinnern. Neben diesen Traditionen gibt es den weit verbreiteten Aberglauben, dass das Zerbrechen eines Spiegels sieben Jahre Pech nach sich ziehen.
In der Tat
Neben diesen Beispielen alltäglichen Aberglaubens gibt es eine Unzahl an Symbolen, die einer fachkundigen Deutung bedürfen. Zahlreiche Wahrsager, Kartenleger oder Zukunftsdeuter haben sich darauf spezialisiert und bieten sowohl traditionelle als auch professionelle Hilfe zum Thema an.
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